Moderne Fleischerzeugung – ein arbeitsteiliger Prozess

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_CMA2144_webAn der Erzeugung von Fleisch und Fleischwaren sind im Zuge einer arbeitsteiligen Wirtschaft Unternehmen auf mehreren Produktionsstufen beteiligt: In landwirtschaftlichen Betrieben werden die Nutztiere gezüchtet und gemästet, geschulte Kräfte transportieren die Tiere von den Landwirtschaftsbetrieben zu den Schlachthöfen, wo sie mit einem hohen Maß an Sachkunde, Professionalität und der notwendigen Sensibilität geschlachtet und zerlegt werden. Als letzte Stufe schließlich fungiert die Verarbeitungsindustrie, welche die Fleischwaren so aufbereitet, wie sie der Verbraucher in der Ladentheke vorfindet oder in weiteren Veredelungsprozessen das vielfältige Sortiment an Wurstwaren, Schinken sowie hoch verarbeiteten Fleischprodukten herstellt.

Hohe Komplexität

Diese Form der Fleischerzeugung hat nicht mehr viel zu tun mit der “guten alten Zeit”, als teilweise “vor Ort” geschlachtet, zerlegt und verwurstet wurde. Die hohe Komplexität des Produktionsprozesses ist sicher ein Grund dafür, dass die moderne Fleischerzeugung hin und wieder Fragen aufwirft, die teilweise kritisch diskutiert werden.

Spezialisierung bringt viele Vorteile

Reiht man dagegen die Fakten aneinander, dann bietet die moderne Fleischerzeugung eine ganze Reihe von Vorteilen – für die Produkte, die Produzenten und die Verbraucher: Denn auf jeder der einzelnen Stufen arbeiten nunmehr Spezialisten, die ihren Arbeitsbereich genau kennen und perfekt beherrschen.

Solche Formen der Spezialisierung gibt es übrigens auch in anderen Bereichen wie in der Ärzteschaft mit z.B. Spezialisten für Orthopädie und Dermatologie oder wie im Metallbereich, wo der “Schlosser” alter Prägung durch eine ganze Reihe anderer Berufe ersetzt worden ist.

Breites Spektrum an Betriebsformen und -größen

Immer wieder diskutiert wird die „Größe“ der Betriebe im Bereich der Fleischerzeugung. Dabei hat diese Branche keine andere Entwicklung genommen als viele andere Unternehmen in den Bereichen Produktion und Dienstleistung, im Gegenteil – es haben sehr unterschiedliche Betriebsformen ihren Platz gefunden:

In der Landwirtschaft reicht das Spektrum vom Hobbybauern über den Nebenerwerbsbetrieb und den am weitesten verbreiteten klassischen Familienbetrieb bis hin zum gewerblichen Unternehmer, bei den nachgelagerten Stufen von der klassischen Metzgerei über mittelständisch organisierte Unternehmen bis hin zu international agierenden Konzernen.

Strenge Vorgaben und Regelungen

Unabhängig von der Betriebsgröße müssen alle Unternehmen die strengen gesetzlichen und teilweise darüber hinausgehende, von der Branche definierten Vorgaben erfüllen. Dabei Unterliegen alle Betriebe einer strikten Kontrolle. Darüber hinaus sind in der Vergangenheit Kontroll- und Dokumentationssystem geschaffen worden, die gerade auch in komplexen Strukturen Fehler vermeiden helfen – und wenn doch welche geschehen, können sie schnell lokalisiert und beseitigt werden.

Gemeinsames Ziel

Und schließlich verfolgen alle Stufen und Unternehmen ein gemeinsames Ziel: Sie wollen dem Verbraucher ein sicheres, hochwertiges und leckeres Produkt anbieten.