Regeln – Kontrollen – amtliche Bescheinigungen

in Landwirtschaft

40_00878_webDie Produktion von Lebensmitteln allgemein und die Überwachung der Qualität tierischer Lebensmittel im Besonderen unterliegen in Deutschland generell strengen Regeln. Der Weg jedes Tieres ist von der Befruchtung des Muttertieres bis zur Abgabe in den Handel rückverfolgbar/nachvollziehbar.

Umfangreiche Vorschriften und Kontrollen…

Gerade die Fleischproduktion ist ein äußerst komplexer Prozess mit einer mehrstufigen Arbeitsteilung und wird deshalb durch umfangreiche gesetzliche Regelungen für alle Produktionsebenen, Kontrollen auf sämtlichen Erzeugerstufen und transparente Kennzeichnungsregeln bestimmt. Zum Qualitätsmanagement in der Tierhaltung gehören die Futtermittelkontrolle, Regelungen zur tiergerechten Nutzviehhaltung, Bestimmungen zum Einsatz von Tierarzneimitteln, ein umfassendes Regelwerk zur Kennzeichnung und Registrierung von Tieren sowie Regelungen zum artgerechten Lebendtiertransport.

…von Anfang an

Die Kontrollen beginnen bereits mit der Fortpflanzung: So dürfen Zuchttiere, Embryonen, Samen und Eizellen nur gehandelt werden, wenn sie eine Zucht- oder Herkunftsbescheinigung besitzen. Nach der Geburt werden alle Tiere registriert und tierärztlich kontrolliert. Tierschutzgesetz und Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sowie das Arzneimittelgesetz regeln unter anderem die hygienischen und klimatischen Haltungsbedingungen sowie die medikamentöse Behandlung.´

Amtliche Bescheinigungen

Amtliche Tierärzte und amtliche Fachassistenten inspizieren vor der Schlachtung die Unterlagen aus dem Herkunftsbetrieb über die Registrierung der Tiere, untersuchen die Schlachttiere auf Gesundheit (dass sie frei von Verletzungen oder Infektionen sind) und Wohlbefinden (nach den Kriterien des Tierschutzes). Nach einer schnellen und schmerzfreien Schlachtung wird das Fleisch „beschaut“ und in Labortests auf Erreger analysiert, spezifiziertes Risikomaterial und andere tierische Nebenprodukte werden kontrolliert. Ist das Fleisch einwandfrei, erhält es die amtliche Genusstauglichkeitskennzeichnung.