Qualität ablesen: Etikett und Herkunftssiegel

in Im Verkauf

Verbraucher können dem Etikett einer Fleischverpackung viele Informationen entnehmen: Neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum verrät es einiges über die Herkunft und Verarbeitung von Fleisch oder Fleischerzeugnissen. Die Etikettierung von vorverpacktem Fleisch ist gesetzlich geregelt, etwa in der Loskennzeichnungsverordnung, der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung, im Eichgesetz und in der Preisangabenverordnung.

In der Regel enthält das Etikett:

  • Name und Anschrift des Herstellers
  • das QS-Prüfzeichen (freiwillig)
  • die Verkehrsbezeichnung, d. h. die Tierart oder das Teilstück
  • die Angabe der Füllmenge
  • das Mindesthaltbarkeitsdatum (bei Hackfleisch auch das Verbrauchsdatum)

Verarbeitete Produkte müssen zusätzlich Aufschluss über die verwendeten Zutaten geben.

Das QS-Prüfsystem

Das QS-Prüfzeichen für Fleisch und Fleischprodukte garantiert eine lückenlose, stufenübergreifende und transparente Kontrolle der gesamten Herstellungs- und Vermarktungskette. Das QS-Prüfzeichen bekommen nur die Fleischwaren, die das durchgängige QS-Kontrollsystem durchlaufen haben. Von den Futtermitteln über Landwirtschaft, Tiertransport, Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel prüfen und dokumentieren die eigens geschulten Auditoren für die QS Qualität und Sicherheit GmbH die Einhaltung festgelegter Kriterien. Checklisten und Warenbegleitpapiere dokumentieren den gesamten „Lebenslauf“ eines Produkts bis zum Teller des Verbrauchers. Die Verlässlichkeit des QS-Systems beruht auf der Verbindung von Eigenverantwortlichkeit und neutraler Kontrolle. Als Basis richtet jeder Partner verbindliche Maßstäbe der Eigenkontrolle für sein Unternehmen ein. Unabhängige Zertifizierungsstellen überwachen die Erfüllung dieser Anforderungen. Eine dritte, übergeordnete Ebene sichert die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems. Dabei ist QS ein gelebter, dynamischer Standard, in dem die Prüfkriterien laufend nach den Anforderungen der Verbraucher weiterentwickelt werden.

Mehr Infos unter www.q-s.de

Herkunft nachvollziehen

Rindfleisch unterliegt gesonderten Kontrollmechanismen, insbesondere die Herkunft muss vom Verbraucher nachvollzogen werden können. Daher sind seit 2002 zusätzlich folgende Angaben auf dem Etikett oder auf einem gut lesbaren Aushang im Verkaufsraum erforderlich:

  • ein Referenzcode mit der Kennnummer des Tieres oder der Gruppe, aus der es stammt
  • die Herkunftsbezeichnung „geboren in“, „gemästet in“, „geschlachtet in“ bzw. „zerlegt in“
  • der Ort der Schlachtung oder Zerlegung
  • die Zulassungsnummer des Schlacht- oder Zerlegebetriebs
  • die Teilnehmernummer des Herstellers bei einem neutralen Prüfinstitut.