Grillen: Häufige Fragen − passende Antworten

in Sonderthema "Grillen"

Wann kommt das Fleisch auf den Grill? Welchen Vorteil haben Alu-Schalen? Worin unterscheiden sich die ver­schie­denen Grillarten? Rund ums Grillen gibt es viele Fragen. Hier einige Antworten:


Wann kommt das Fleisch auf den Grill?

Beim Holzkohlegrill gilt: Die Kohlen dürfen nicht mehr qualmen und müssen mit einer weißen Ascheschicht überzogen sein. Wer auf den Elektrogrill setzt, sollte warten, bis die Heizstäbe gut glühen. Bei Gas ist keine Wartezeit einzuplanen.

Wie lange müssen Fleisch und Würstchen auf dem Rost liegen?

Steaks brauchen pro Seite etwa vier bis sechs Minuten, bevor sie durchgegart sind, dünnere Fleischstücke etwa drei Minuten pro Seite. Würstchen sollten von jeder Seite vier bis fünf Minuten gegrillt werden.

Woran erkennt man, dass das Fleisch gar ist?

Der Grillzangen-Test gibt Aufschluss: Fühlt sich das Fleisch beim Drücken weich an, ist es im Kern noch roh. Gibt es etwas nach, ist es medium. Fühlt es sich fest an, ist es auch innen durchgegart. Wichtig: Rind- und Lamm­fleisch kann man medium oder rare genießen, Schwein, Hähnchen und Pute sollten durchgaren.

Warum sollte man kein gepökeltes Fleisch grillen?

Bei den hohen Grill-Temperaturen können die Eiweißbestandteile aus Fleisch und Wurst mit Teilen des Pökelsalzes reagieren. Dadurch ist es möglich, dass gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Deshalb sind Kasseler, Wiener oder Bockwurst für den Grill tabu.

Wie lange muss Fleisch in der Marinade liegen?

Mindestens einige Stunden, am besten aber über Nacht.

Worauf ist beim Grill-Kauf zu achten?

Ob Tankstellenmodell oder Designerausführung – wichtig ist die Sicherheit. Gute Grills tragen das GS- oder das DIN-Zeichen. Empfehlenswert ist eine emaillierte Glutwanne, die besonders hitzebeständig ist und sich leicht reinigen lässt.

Welchen Vorteil haben Kugel- oder Haubengrill?

Bei diesen Grill-Versionen hat man die Möglichkeit, das Fleisch direkt und indirekt zu garen. Bei der direkten Methode werden Steaks & Co. traditionell über der Glut gebrutzelt. Klappt man den Deckel zu, kommt die indirekte Methode zum Einsatz. Dabei wird die Kohle gleich­mäßig seitlich auf dem Grill verteilt. Die aufsteigende Luft wird vom Deckel reflektiert und das Fleisch ähnlich wie im Backofen gegart. Diese Methode eignet sich bestens für größere Stücke wie Braten oder Lammkeule.

Weshalb ist Spiritus zum Anzünden der Kohle ungeeignet?

Bei Spiritus kann es leicht zu einer Stichflamme und damit zu Verbrennungen kommen. Deshalb immer auf Nummer sicher gehen und Grillanzünder verwenden – egal, ob fest oder flüssig. Größte Sicherheit versprechen die mit dem DIN Zeichen 66358.

Darf man auf dem Balkon grillen?

Hierzu gibt es bundesweit keine einheitliche gesetzliche Regelung. Bisher entschieden die meisten Gerichte, dass Grillen auf Balkon oder Terrasse möglich ist, soweit Nachbarn nicht durch Qualm- und Rauchentwicklungen belästigt werden. Elektrogrills beugen dem vor. Auch ein Blick in die Hausordnung gibt Aufschluss. Mitunter ist das Thema sogar im Mietvertrag geregelt.

Wie oft darf man im Garten oder auf dem Balkon grillen?

Meistens einmal im Monat, aber auch hier entscheiden die Gerichte ganz unterschiedlich. Hausordnung und Mietver­trag helfen weiter. Die meisten Mietervereine geben ebenfalls Auskunft.