Fleisch – Genuss in jeder Lebensphase

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fotolia/ Monkey BusinessFleisch hat sich in der menschlichen Ernährung über Jahrtausende hinweg bewährt. Ernährungsphysiologisch war, ist und bleibt es ein wertvolles Lebensmittel, das wichtige Nährstoffe für Wachstum, Aufbau und Erhalt des Körpers liefert.

1. Schwangere

Während der Schwangerschaft benötigen Frauen kaum zusätzliche Kohlenhydrate und Fette, jedoch steigt der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und vor allem Proteinen stark an. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sollten daher täglich ca. 10 g mehr Proteine und in der Stillzeit zusätzlich 5 g Proteine verzehrt werden. Fleisch mit seiner hohen Nährstoffdichte – viele Nährstoffe pro Energieeinheit (Kalorie) – ist in dieser Lebensphase geradezu unverzichtbar. Es enthält neben hochwertigen tierischen Proteinen vor allem die Mineralstoffe Eisen für die Blutbildung und Zink fürs Immunsystem sowie reichlich die Vitamine B1, B2 und B12, die den Stoffwechsel aktivieren und an der Blutbildung beteiligt sind.

2. Kinder

Schon wenige Monate nach der Geburt reichen die Inhaltsstoffe der Muttermilch nicht mehr aus, um den Bedarf des Babys zu decken. Weitgehend erschöpft sind die Eisenreserven, die dem Kind mit auf die Welt gegeben worden sind. Deshalb wird vom Forschungsinstitut für Kinderernährung der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei als erste Beikost in der Säuglingsernährung empfohlen. Fleisch ist darin die Quelle für Vitamin B1 sowie die Mineralstoffe Eisen und Zink, die der menschliche Körper gerade aus tierischen Lebensmitteln besonders gut verwerten kann. Um die Eisenversorgung bei Babys sicherzustellen lautet die Empfehlung des Forschungsinstituts für Kinderernährung: täglich einen fleischhaltigen Brei füttern!

3. Teenager

Wachstum und Pubertät stellen besondere Anforderungen an den Körper von Jugendlichen. Zwar kann der Bedarf an Energie, Eiweiß und Fett meist annähernd gedeckt werden, aber der Gehalt von Mikronährstoffen in der Nahrung bei Jugendlichen erreicht Studien zufolge bei Weitem nicht die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Mangelhaft ist häufig die Versorgung mit Eisen, das insbesondere Mädchen mit dem Einsetzen der Menstruation in zusätzlichen Mengen benötigen. Fleisch und Fleischwaren haben sich diesbezüglich als die besten Nahrungsquellen erwiesen, zumal Eisen aus tierischen Lebensmitteln deutlich besser verwertet werden kann als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln.

4. Erwachsene

In der Ernährung von Erwachsenen liefert Fleisch ebenfalls einen wertvollen Beitrag zur Versorgung mit wichtigen Nährstoffen – gerade auch bei Menschen, die vorwiegend sitzende Tätigkeiten ausüben. Denn hier ist der Energiebedarf eher gering, der Anspruch des Körpers an wichtige Vitamine und Mineralstoffe bleibt jedoch erhalten. Ob Haut, Haare oder Fingernägel: Fleisch stellt eine gute Nährstoffversorgung, etwa mit Zink oder Eisen, in besonders gut verwertbarer Form zur Verfügung.

Wer darüber hinaus körperlich aktiv ist – sei es durch Arbeit oder Sport – für den bietet eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch noch mehr Vorteile: So lässt sich problemlos ein erhöhter Eiweißbedarf decken. Darüber hinaus liefert Fleisch weitere für Freizeit- und Leistungssportler bedeutsame Nährstoffe: Vitamine der B-Gruppe, die wichtige Stoffwechselprozesse steuern, Eisen für den Sauerstofftransport im Körper und Zink, das in der Regenerationsphase den Wiederaufbau von körpereigenen Eiweißstrukturen, beispielsweise in Muskulatur, Sehnen und Bändern fördert.

Im Rahmen von Diäten sollten zumindest die kalorienärmeren Teilstücke eine wesentliche Rolle auf dem Speiseplan spielen, damit bei einer reduzierten Nahrungsmenge die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen nicht zu kurz kommt. Hilfreich im Rahmen der Diät ist auch der sättigende Charakter des Eiweißes. Die meisten Ernährungswissenschaftler raten bei Diäten ohnehin davon ab, auf ganze Lebensmittelgruppen zu verzichten, um auch in solchen Phasen eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

5. Senioren

Während der Energieverbrauch mit dem Lebensalter sinkt, bleibt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen gleich oder steigt sogar noch. Im Alter wird es daher noch wichtiger, die richtigen Lebensmittel auszuwählen, um mit weniger Energie die Nährstoffversorgung zu sichern. Fleisch liefert vergleichsweise wenig Kalorien, aber viele Vitamine und Mineralstoffe. Es passt so optimal in die Seniorenernährung und hilft, die Aufnahme sogenannter  Nahrungsergänzungsmittel zu minimieren. Nicht zuletzt ist es eine wichtige Quelle für Vitamin B12, das wesentlich für die Bildung neuer Zellen, insbesondere der Blutzellen, verantwortlich ist. Vitamin B12 ist als einziges Vitamin ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorhanden.

Fazit

Fleisch ist in allen Kulturkreisen seit jeher fester Bestandteil der Ernährung. Auch wenn sich Erzeugung, Verfügbarkeit und Zubereitung im Laufe der Geschichte immer wieder geändert haben, gehört Fleisch nach wie vor zu einer ausgewogenen Ernährung dazu.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Wir werden immer älter. Dazu tragen sicherlich der medizinische Fortschritt sowie erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in allen Lebensbereichen bei – aber auch unsere Ernährung mit allem, was die Ernährungs- und nicht zuletzt auch die Fleischwirtschaft zu bieten haben.

Schädlich ist in diesem Zusammenhang ein insgesamt ungesunder Lebensstil mit zu wenig Bewegung oder einer unausgeglichenen Energiebilanz – sprich: Wenn Menschern über Jahre hinweg mehr Kalorien zu sich nehmen, als sie verbrauchen. Wenn sie sich zu wenig bewegen und andere Dinge tun und lassen, die ihrer Gesundheit abträglich sind. Für solche Entwicklungen können aber nicht einzelne Lebensmittel verantwortlich gemacht werden – schon gar nicht Fleisch mit seiner einzigartigen, hochwertigen Nährstoffkombination.