08.04.2011

Hackfleisch – ein Alleskönner für alle Fälle

Tatar
Ob als Hackbraten oder Hamburger, klassisch oder exotisch gewürzt – Hackfleisch präsentiert sich als echtes Multitalent. Sein Erfolgsgeheimnis liegt in seiner Vielseitigkeit und der schnellen Zubereitung. Damit zaubern auch Küchenneulinge leckere Gerichte auf den Teller.

Der Klassiker

Gemischtes Hackfleisch besteht jeweils zur Hälfte aus Schweine- und Rindfleisch und enthält etwa 25 bis 30 Prozent Fett. Es empfiehlt sich besonders für Hackbraten und Frikadellen. Eine leckere Hackbraten­spezialität ist beispielsweise der Falsche Hase, bei der hartgekochte Eier im Fleischteig nicht fehlen dürfen.

Saftig und deftig

Reines Schweinehack ist besonders saftig. Es wird meist aus der Schulter hergestellt und darf bis zu 35 % Fett enthalten, ist aber häufig magerer. Hackfleisch vom Schwein wird vor allem zum Füllen von Gemüse oder Pasteten verwendet. Bei Mett, auch Hackepeter genannt, handelt es sich um rohes, grob gehacktes Schweinefleisch. Die Spezialität würzt man einfach mit Salz und Pfeffer. Mit Zwiebeln verfeinert schmeckt sie besonders gut auf frischem Bauernbrot und Brötchen.

Die leichte Variante

Rinderhack gewinnt man vorzugsweise aus der Brust oder Schulter vom Rind. Mit 20 Prozent Fettgehalt ist es fettärmer als Schweinehack. Noch leichter ist nur Tatar, ein Schabefleisch von besonders mageren Zuschnitten mit maximal sechs bis sieben Prozent Fett. Das Leichtgewicht unter den Hackfleischsorten wird feiner zerkleinert als einfaches Rinderhackfleisch und gilt roh mit Eigelb, Zwiebeln, Kapern und Gewürzen verzehrt als Delikatesse.

Frische als oberstes Gebot

Hygiene ist bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch besonders wichtig. Das starke Zerkleinern der Fleischstücke zu Hack vergrößert die Oberfläche immens und bietet dadurch Keimen & Co. viel Angriffsfläche. Daher muss Hackfleisch aus der Frischtheke am Tag der Herstellung verkauft und unter vier Grad Celsius gelagert werden. Damit das Fleisch auch in guter Qualität zu Hause ankommt, sollte man die Kühlkette beim Einkauf nur möglichst kurz unterbrechen. Für heiße Sommertage empfiehlt sich der Transport in einer Kühltasche. Dort das Hack dann sofort in den Kühlschrank packen und noch am selben Tag verwenden. Gut durchgebraten und gekühlt hält es sich ein bis zwei Tage. Die kälteste Stelle im Kühlschrank - und damit der beste Platz für Hackfleisch & Co - ist das unterste Fach direkt über der Gemüseschublade.


Alternativ wird im Handel unter Schutzatmosphäre abgepacktes Hackfleisch angeboten. Es darf nur in Betrieben mit spezieller EU-Zulassung hergestellt werden und ist länger haltbar. Bis zu dem aufgedruckten Verbrauchsdatum auf dem Etikett – nicht zu verwechseln mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf anderen Produkten – sollte es aber auf jeden Fall verzehrt werden.

Tipps zum Einfrieren von Hackfleisch

Wer Hackfleisch nicht gleich verarbeiten will, kann es auch direkt nach dem Kauf einfrieren. Hierzu das Hackfleisch in einen Gefrierbeutel füllen und flachdrücken. Auf diese Weise kann es schnell durchfrieren und ebenso schnell wieder auftauen. Das Auftauen erfolgt weder in der Mikrowelle, noch im heißen Wasserbad, sondern laut Experten am besten im Kühlschrank, wo sich die Keime nicht gut vermehren können. Wird das Fleisch gut angebraten, sobald es ganz aufgetaut ist, steht dem unbedenklichen Genuss nichts im Wege.