Fleischerzeugung

Rindfleisch ist nachhaltiger als angenommen

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bestätigen, dass die Fleischproduktion wesentlich weniger Getreide verbraucht, als bisher angenommen. In der Zusammenfassung der Studie heißt es, dass 86% der Futtermittel, die in der Tierhaltung genutzt werden, nicht für die menschliche Ernährung geeignet sind. Dazu gehören Erntereste oder Abfälle der Pflanzenölproduktion, die ohne Verwertung als Tierfutter sogar eine Umweltbelastung verursachen würden.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie mit dem Titel  Livestock: On our plates or eating at our table? ist: Insbesondere Rinder nutzen als Weideland erhebliche Flächen, die nicht zur Erzeugung von Lebensmitteln geeignet sind. Von weltweit insgesamt 2 Mrd. ha Land, das aktuell von Nutztieren beweidet werden,  wären lediglich 700 Mio. als Ackerland verwendbar. Dabei betont die Studie, dass die Weidetiere die genutzten Flächen auch düngen.

Außerdem betrachtet die FAO-Studie verschiedene Produktionssysteme und rechnet vor, dass zum Beispiel bei Rindern nur 0,6 kg pflanzliche Proteine aus essbarem Futter benötigt wird, um 1 kg Protein in Form von tierischen Proteinen wie Milch und Fleisch zu produzieren, welche wesentlich höheren Nährwert für Menschen haben.

Im weltweiten Durchschnitt benötige man 3 kg Getreide zur Herstellung von 1 kg Fleisch, wobei bei Rindern dieser Wert bei 2,8 kg liegt, und bei Nutztieren, die keine  Wiederkäuer (zum Beispiel Schweine) sind, etwa 3,2 kg beträgt.

Diese FAO-Studie widerspricht nicht nur den früheren Annahmen, wonach man für die Produktion von einem 1 kg Rindfleisch 6 bis 20 kg Futter veranschlagte, sondern kommt zum Schluss, dass die Nutztiere nicht in einer Konkurrenz um pflanzliche Lebensmittel zum Menschen stehen. Mehr noch: Weltweit sichere die Vielhaltung mehr als 500 Millionen Menschen in ländlichen Gegenden das Einkommen.

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Entwicklung der Nutztierhaltung

Die Entwicklungsgeschichte der Menschen ist eng verknüpft mit der Überführung von Wildtieren in Haus- und Nutztiere, d. h. der Domestikation sowohl von Tieren als auch von Pflanzen. Die Ausschöpfung von Nahrungsressourcen an einem Ort bedingte vor der Sesshaftwerdung der Menschen einen häufigen Wechsel der Wohnstätten.

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Moderne Fleischerzeugung – ein arbeitsteiliger Prozess

An der Erzeugung von Fleisch und Fleischwaren sind im Zuge einer arbeitsteiligen Wirtschaft Unternehmen auf mehreren Produktionsstufen beteiligt: In landwirtschaftlichen Betrieben werden die Nutztiere gezüchtet und gemästet, geschulte Kräfte transportieren die Tiere von den Landwirtschaftsbetrieben zu den Schlachthöfen, wo sie mit einem hohen Maß an Sachkunde, Professionalität und der notwendigen Sensibilität geschlachtet und zerlegt werden. Als letzte Stufe schließlich fungiert die Verarbeitungsindustrie, welche die Fleischwaren so aufbereitet, wie sie der Verbraucher in der Ladentheke vorfindet oder in weiteren Veredelungsprozessen das vielfältige Sortiment an Wurstwaren, Schinken sowie hoch verarbeiteten Fleischprodukten herstellt.
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“Besser werden”: Forschung und Wissenschaft

Um den wachsenden Herausforderungen des Verbraucherschutzes gerecht zu werden, existiert in Deutschland im gesamten Bereich der Fleischerzeugung eine hohe Forschungsaktivität. Das Ziel: Optimierung auf allen Gebieten, den Schutz der Verbraucher, Ökologie, Tierschutz und Ökonomie noch besser miteinander in Einklang zu bringen.
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Fleischwirtschaft im Dialog

Fleisch steht für Genuss, Qualität und Sicherheit. Dazu tragen alle Produktionsstufen mit ihrem Engagement, ihrem Know-how und ihrer Professionalität bei. Unternehmen und Verbände der Fleischwirtschaft möchten die Kommunikation mit Verbrauchern und Medienvertretern intensivieren. Denn die Branche ist überzeugt: Wer mehr über dieses Lebensmittel weiß, der kann es mit gutem Gewissen genießen!